Reisefotografie in Nepal

Schon zweimal konnte ich Nepal besuch und bereisen und hatte dadurch die Möglichkeit verschiedene Regionen und seine Menschen kennenlernen zu können. Tausende von Fotos sind dabei entstanden. Und Nepal ist wirklich ein Land der Kontraste. Hier zeige ich eine ganz kleine Auswahl meiner Fotografien.

Zauberwelt Himalaya:
Nirgendwo sonst steigt der Himalaya so jäh von 1000m auf 8000m an wie in Nepal. Ich besuchte die Aussichtspunkte Nagarkot und Dhunikel, wo ich von der Annapurnapurnakette bis zum Everestmassiv eine grandiose Aussicht hatte, vorallem auch zum Sonnenaufgang. Ebenfalls traumhaft ist der Ausblick von Bandipur, das auf der Strecke von Kathmandu nach Pokhara erhöhlt über den Trisulital tront. Hier können die Berge Manaslu 8162m, Himal Chuli 7893m, Ganesh 7406m und die Annapurnakette 8091m bestaunt werden. Und vom Lakesidequartier in Pokhara ergibt sich ein toller Blick auf die Annapurnakette, sowie dem „Matterhorn des Himalaya“, den Stadtbild beherrschenden Machhapuchhare mit knapp 7000m.

Der fast 7000m hohe Machhapuchhare gehört zum Annapurna-Massiv. Der Name bedeutet übersetzt Fischschwanz. Den Grund für diesen Namen erkennt man beim Anblick des Berges von Westen, z.b. von Ghandruk oder Dhampus aus, von wo man die beiden Gipfel sehen kann. Der Machhapuchhare gilt als Sitz des „Buddhas des grenzenlosen Lichts“ und damit als heiliger Berg. Die Annapurna Süd wird trotz einer Höhe von 7219m noch von 9 weiteren Berggipfeln im Massiv überragt.

Trekking zur Annapurna
Mein Trekking führt mich in den Annapurnanationalpark von Dhampus über Majgaon, Landruk, Ghandruk bis nach Birethanti. Der anstrengende Weg über tausende von Steintreppenstufen durch Reisfelder, Rhododendronwälder und Dörfer wird immer wieder mit einem atemberaubenden Blick auf den fast 7000 Meter hohen Machhapuchhare, dem Matterhorn Nepals, belohnt. Unvergesslich bleiben auch die Begegnungen mit den freundlichen Menschen und die einzigartige Pflanzenwelt. Auf 2000m ist es immer noch grün und kann Reis geerntet werden!

Tihar, das nepalesische Lichterfest
In Nepal geht es zum 5 Tage dauernden Tiharfest sehr besinnlich zu und her. Der zweite Tag ist zur Verehrung der Hunde als Vermittler von Yama. Sie bekommen einen Blumenkranz umgebunden und ein Tika, ein hinduistisches Segenszeichen, auf die Stirn. Und den Strassenhunden scheint die Behandlung sehr gut gefallen zu haben, denn sie liefen mehrere Tage mit dem Blumenkranz mit stolz geschwellter Brust umher. Am dritten Tag vom Tiharfest wird Laxmi, die Göttin des Wohlstandes, in den Häusern willkommen geheissen. Vor den Eingängen werden Mandalas aus farbigem Sand gezeichnet und mit Blumen geschmückt. Kerzen werden in der Hoffnung, dass Laxmi diese bemerkt und eintritt, an den Fenstern und Türen aufgestellt. Diese bleiben dann offen, damit die Göttin auch hineinfindet. Ich hatte die grosse Freude, das nepalesiche Lichterfest in Bhaktapur, Bandipur, Phokara und Dhampus live miterleben zu können. Ich konnte dabei nicht nur zuschauen und fotografieren, sondern wurde direkt miteinbezogen, es wurde getanzt und gelacht.

Die Königsstädte Kathmandu, Patan und Bhaktapur
Kathmandu, die Hauptstadt von Nepal, liegt im Zentrum des dicht besiedelten Kathmandu Valleys, einem in 1300m Höhe liegenden Talkessels von etwa 30km Durchmesser. Die umliegenden Berge sind bis 2700m hoch. Obwohl Patan mit Kathmandu, nur durch den Fluss Bagmati getrennt, eine riesige Doppelstadt bildet, geht es hier noch sehr beschaulich zu. Bhaktapur ist das traditionelle Herzstück des Kathmandu Valleys. Die Bewohner gehören hauptsächlich den Newar an. Ihre Architektur mit Backstein und geschnitzen Holzverzierungen ist allgegenwärtig. Ich habe alle drei Städte besucht und liess mich von ihrem leben und der lebendigen Geschichte inspirieren. Durch den Besuch des Kiran Kinderhauses und einiger durch das schwere Erdbeben 2015 zerstörten und nun teilweise wiederaufgebauten Plätze habe ich mir aber auch ein Bild von der Problematik und den zukünftigen Herausvorderungen des Landes machen können. 

Die kulturellen Schätze des Kathmanduvalleys
Bei meiner Reise durfte natürlich der Besuch der Durbare Square, den Königsplätzen von Kathmandu, Patan und Bhaktapur nicht fehlen. Einige Schäden vom schweren Erdbeben von 2015 sind immer noch ersichtlich. Ich habe die drei Städte 2013 schon einmal besucht, und hatte dadurch einen direkten vergleich. Weiter besucht ich Changu Narayan. Er gilt als ältester noch existierender Hindu-Tempel des Kathmandu Valleys. Auch der Besuch der Stupa von Namobuddha und dem Kloster Thrangu Tashi Yangtse durften nicht fehlen. Und der Stupa von Swayambhunath und Bodnath rundeten das kulturelle Programm im Kathmandu Valley perfekt ab. Mit einer Höhe von 36 Metern gehört der Stupa von Bodnath zu den grössten seiner Art. Auf allen vier Seiten sind die allessehenden Augen des Buddha aufgemalt. Auf der Stirn befindet sich das mystische dritte Auge.

Das ländliche Nepal
Natürlich besuchte ich auch kleine  Städte wie Thimi, Bungamati und Panauti und viele Dörfer auf mehrstündigen Wanderungen im Kathmandutal. Das Leben dort ist einfach. Aufgrund des milden Klimas im Tal wachsen in den kleinen Gärten Kakis, Kiwis, Orangen, Grapefruits, Auberginen, Mais, Reis und immer mehr Kartoffeln. In manch einem Dorf habe ich das Gefühl, mehrere Jahrzehnte in die Vergangenheit gereist zu sein. Auf den heissen Steinen der gepflasterten Höfe wird Reis getrocknet, die Männer halten ein schwätzchen und die Frauen sind mit Webarbeiten beschäftigt.

Mitten in den Dschungel
Das Terai, das Tiefland von Nepal, ist auf jedenfall auch ein Besuch wert und ein wunderbarer Kontrast zur Bergwelt. Hier lebt auch der König des Dschungels, der Bengalische Tiger. Und was macht man, wenn einem ein Tiger oder ein Nashorn begegnet? Da ich mich im Dschungel nicht nur mit dem Jeep und Kanu bewegte, sondern auch zu Fuss, bekam ich vorgängig natürlich diese Frage gestellt. Und nur soviel sei gesagt, das Nashorn kann auch schwimmen! Weiter konnte ich die sehr seltenen und vom aussterben bedrohten Gangesgaviale fotografieren, Sumpfkrokodile, Kingfisher, Papagaien, Eulen, Languren, Makaken, Axishirsche, Sambarhirsche, Munjaks und vieles mehr...

Was macht eine Reise nach Nepal so einzigartig. Natürlich die grandiose Natur, die vielen kulturellen Schätze, aber natürlich auch seine überaus herzlichen und freundlichen Menschen.

Filmvorführung Nepal- im Land der Kontraste

Und wie verhält man sich nun bei eine­­r Nashornsichtung zu Fuss? Das verraten Jasmin Ilg und der Filmer und Fotograf Lukas Pfammatter gerne bei ihrer Filmvorführung und nehmen Sie mit in das Abenteuer Nepal. Denn eins sei verraten: Da die beiden natürlich zuerst den Kameraauslöser betätigten, sind auch wunderbare Fotos vom Nashorn in ihrem neusten Werk zu sehen.

Vorführdaten:

  • 21./ 22. März 2020, Beginn 18.30 Uhr: Restaurant Schiff Berlingen inkl Abendessen um 20.00 Uhr. Preis: CHF 35.00 inkl. 3-Gang-Menu. Anmeldung für das Abendessen erforderlich im Restaurant Schiff: 071 411 11 88
  • 5. April 2020, Beginn 20.00 Uhr: Altes Schulhaus Salenstein
  • 19. April 2020, Beginn: 20.00 Uhr: Foyer Unterseehalle Berlingen
  • 10. Mai 2020, Beginn 20.00 Uhr: Singsaal Hubschulanlage Steckborn

Die Eintritte sind gratis, freiwillige Kollekte zu Gunsten des Kinderhauses Kiran Nepal, welches im Film kurz am Schluss vorgestellt wird. www.kiran-kinderhaus.de

Das Kopieren und verwenden der hier gezeigten Fotografien und Texte ist verboten. Die Bilder können aber käuflich ohne Wasserzeichen und in grosser Auflösung erworben werden. Ich freue mich über eine Anfrage. Die hier aufgeführten Texte habe ich geschrieben und stammen von meinem Reisebuch über Nepal. Die Informationen stammen dabei von Guides, Reiseführern und Wikipedia.

Aktuelles

Für den Newslettern des schweizerischen Berufsfotografenverband SBF durfte ich verschiedene Artikel mit Text und Fotos schreiben. Zwei dieser Artikel...

Fotoserie des Monats

Eintritt kostenlos. An 4 Daten im März, April und Mai zeigen Jasmin Ilg und Lukas Pfammatter ihren neusten Reisefilm - Nepal, im Land der Kontraste -...

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